Schicht am Schacht

#WirBleibenAmNetz

#WirBleibenAmNetz twittert die NBB, eine Tochter der GASAG-Gruppe, und unterlegt dies mit Fotos jener Kollegen, die sich während der Corona-Pandemie nicht ins HomeOffice zurückgezogen haben, sondern auf Baustellen, in der Leitwarte oder im Entstörungsdienst dafür sorgen, dass Berlin weiterhin zuverlässig mit Gas versorgt wird.  

Eine der größten Baustellen befindet sich derzeit in Steglitz-Zehlendorf: Das Projekt zur Einbindung einer fernbedienbaren Armaturengruppe, durch die flexibel auf Kundenwünsche an der 1986 in Betrieb genommenen Erdgastransportleitung, kurz ETL, reagiert werden kann. 

Berlin morgens 5:30 Uhr

Berlin morgens 5:30 Uhr. Eine Stadt im Dämmerzustand. Die Trams und Busse transportieren nicht mehr als kalte Morgenluft durch die Hauptstadt. Auf den Bürgersteigen verirren sich nur ein paar verstreute Frühaufsteher, die mit ihren Hunden eilig um den Block huschen und Jogger, die befürchten, durch das verordnete HomeOffice zu viel Speck auf die Rippen zu bekommen. Mehr nicht. Berlin ist und bleibt zuhause.

Vor der Morgensternstraße 7 in Steglitz-Zehlendorf aber stehen im Spot einer Straßenlaterne fünf Personen. Mit gelben Warnwesten, Helm und zwei Metern Mindestabstand voneinander. „Vorsicht Gas“ steht warnend auf gelben Kegeln. Für diese und alle anderen Kollegen der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG aus der Haynauer Straße gibt es kein HomeOffice, denn ihr Zuhause ist die Baustelle. Hier konkret: Die ETL.

Spätestens im Herbst kann die NBB flexibel auf die dynamischen Netzdruckverhältnisse reagieren und so auch weiterhin verlässlich die Erdgasversorgung sicherstellen.

Steuerarmatur, Umleitung, Kugelhähne und Keilschieber

Die ETL-Separierung wird elektrisch betrieben und ist durch eine Leitwarte fernbedienbar. Platziert wird sie an der Kreuzung Morgensternstraße/Ostpreußendamm.

„Ein Verkehrsknotenpunkt“, sagt Ahmed Ayoub, bei der NBB für Sonderprojekte zuständig. Dieses hier ist eins, und ohne die fünf Männer vom Operativen Bauservice, die am frühen Morgen in ihren reflektierenden Warnwesten auf den Startschuss für das fast minutiös durchgeplante Baumanöver warten, würde hier gar nichts gehen. 

Hier muss Gasfreiheit her

Doch bevor überhaupt ein Schweißfunken der ETL nahekommt, muss Gasfreiheit im gesperrten Bauabschnitt hergestellt werden. Das geschieht über Sicherheitsarmaturen, sogenannte Line Breaks, die bei einem rapiden Gasabfall in Sekundenschnelle den betroffenen Teil vom übrigen Netz abschotten können. Die Gasfreiheit für die Baustelle stellt ein Exhauster her, ein Gerät, das das letzte bisschen Gas aus dem insgesamt 700 Meter langen Abschnitt raussaugt – ungefähr 200 Kubikmeter. Die Exhauster garantieren CO2-neutrales und umweltfreundliches Arbeiten, zu dem sich die NBB verpflichtet fühlt. „Jeweils zwei Exhauster erledigen die Arbeit an den beiden permanent besetzten Line Breaks“, erklärt Björn Fründt, bei der NBB für die Sperrkolonne zuständig, und sieht auf die Uhr. Bis 7 Uhr müssen die Vorarbeiten erledigt sein, dann übergibt die NBB den gesperrten und gasfreien Leitungsabschnitt an die Firma Friedrich Vorwerk, die die Separierungsarmatur in einen Schacht mitten auf der Straße mit dem Gasnetz verbinden wird. An den beiden Line Break-Armaturen stellen Paul Thomas und Jürgen Aust sowie Detlef Kieper und Paul Radetzki derweil über die gesamte Dauer die Gasfreiheit sicher.

Erfolgreiche Projekte brauchen gute Partner

Die Firma Friedrich Vorwerk hat den Zuschlag für das komplexe Bauvorhaben im September 2019 bekommen. Da war von Corona noch so gut wie keine Spur. Jetzt kann Ahmed Ayoub dem Virus sogar etwas Gutes abgewinnen. Den Verkehr behindert die Baustelle so gut wie gar nicht, denn nur wenige Autos und Lkw sind unterwegs. „Der Verkehr ist schon deutlich weniger als sonst“, sagt Ayoub. Dennoch sitzt ihm die Zeit im Nacken, denn bis September müssen die drei Bauabschnitte fertiggestellt sein. Und die NBB hat noch mehrere Baustellen: Der Neubau der Übernahmestation in Buckow, eine von zweien, die Erdgas in die ETL einspeisen. Trotz Corona-Hindernissen hält die NBB an ihren Plänen fest und versucht, alle Baustellenprojekte termingerecht umzusetzen.

Das Ende des Projekts in Steglitz-Zehlendorf wird noch einmal eine Herausforderung: Zwischen der Goethestraße und der Armaturengruppe in der Morgensternstraße müssen vor Inbetriebnahme die Kabelverbindungen hergestellt werden – über den vollgesperrten Ostpreußendamm in den Sommerferien 2020. Alles rechtzeitig beantragt und genehmigt von der Verkehrslenkung Berlin (VLB). „Das ist oft mit langen Wartezeiten verbunden, mitunter dauert das Jahre“, erzählt Ayoub und ist froh, mit den Bauarbeiten trotz der äußeren Corona-Umstände im Zeitplan zu liegen.

Auch, weil das Einbinden des Separierers in die ETL nahezu reibungslos geklappt hat. Um 22 Uhr kann auch Lutz Degner, Leiter Planung und Bau bei der NBB, diesen Punkt auf der Agenda abhaken, was zum großen Teil der ausführenden Firma Vorwerk zu verdanken ist. „Zusammen war das eine gute geschlossene Mannschaftsleistung. Mit unserer Mannschaft und allen anderen Firmen, die für uns täglich im Einsatz sind, werden wir alle Anforderungen und Herausforderungen der nächsten Jahre meistern“, sagt er überzeugt. Da gibt es innerhalb der NBB nicht den geringsten Zweifel.
 

Weiterführende Informationen und Kontakt zu uns

 

 

Baustellen im Überblick mit dem Baustellenatlas der infrest

Die Übersicht der Bauvorhaben im Baustellenatlas ermöglicht es, Projekte zu koordinieren und dadurch Kosten einzusparen. Darüber hinaus kann durch optimiertes Bauen die Umweltbelastung gemindert sowie CO2- und Lärm-Emissionen durch störungsfreien Verkehrsfluss eingespart werden. 

 

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