Ziel ist es, die langfristige Versorgungssicherheit für Kommunen, Unternehmen und Haushalte in der Region zu gewährleisten und gleichzeitig die Netzinfrastruktur fit für zukünftige Anforderungen und den Transport von alternativen Gasen zu machen.
Die bestehende, rund 36 Kilometer lange Leitung wird vorausschauend abschnittsweise erneuert. Betroffen sind etwa 17 Kilometer zwischen Altglobsow und Rheinsberg sowie weitere 19 Kilometer zwischen Rheinsberg und Neuruppin. Während der Bauzeit wird es teilweise zu Verkehrseinschränkungen kommen.
„Mit diesem Projekt investieren wir gezielt in eine sichere und leistungsfähige Energieinfrastruktur für Nordbrandenburg. Die Leitung ist ein wichtiger Bestandteil der regionalen Versorgung und verbindet mehrere Netzbetreiber sowie Verteilnetze miteinander“, sagt Maik Wortmeier, Sprecher der Geschäftsführung der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG. „Gleichzeitig schaffen wir Voraussetzungen dafür, dass die Infrastruktur perspektivisch auch für den Transport neuer Gase genutzt werden kann.“
Die Arbeiten erfolgen in mehreren Bauabschnitten. Der Start der ersten Bauarbeiten wird bereits seit mehreren Wochen vorbereitet. Die einzelnen Abschnitte werden jeweils nach Fertigstellung in Betrieb genommen. Die vollständige Erneuerung soll bis 2029 abgeschlossen sein.
Im Zuge der Modernisierung werden zudem bestehende Armaturengruppen auf den aktuellen technischen Stand gebracht. Dadurch kann bei eventuellen Störungen die betroffene Leitungsstrecke schneller abgesperrt und mögliche Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Infrastruktur minimiert werden.
Die Notwendigkeit des Projekts wurde gemeinsam mit den angeschlossenen Netzpartnern geprüft. Eine Stilllegung der Leitung oder alternative Trassenführungen kommen nicht infrage. Die Leitung versorgt mehrere Netzkopplungspunkte und nachgelagerte Verteilnetze. Auch die angeschlossenen Netzbetreiber haben die Bedeutung der Verbindung für die Versorgungssicherheit der Region bekräftigt.
Dass die Umsetzung des Projektes mehrere Bauabschnitte und Jahre erfordert, ist auch der Leitungslänge und den regionalen Gegebenheiten geschuldet: So müssen bei der Erneuerung entlang der Trasse Bahnstrecken und Gewässer unterquert sowie Archäologen hinzugezogen werden.
Die Leitungssanierung selbst erfolgt in geschlossener Bauweise mittels HDD (Horizontal Directional Drilling oder horizontales Spülbohrverfahren). HDD ist die modernste Standardtechnologie, um Gasleitungen grabenlos unter Hindernissen wie Flüssen, Autobahnen oder Bahngleisen zu verlegen. Bei diesem grabenlosen Leitungsbau bleibt die Oberfläche unberührt. Lediglich eine Start- und eine Zielgrube werden ausgehoben.
Während der Baumaßnahmen ist die Versorgung der Kundinnen und Kunden mit Gas zu jeder Zeit gesichert.
Mit dem Projekt leistet die NBB einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Energieversorgung in Brandenburg und schafft zugleich eine Infrastruktur, die perspektivisch für eine zukunftsweisende Gasversorgung genutzt werden kann.