Neue Erdgastrasse liegt - trotz scharfer Munition

Trotz ungeahnter Hindernisse konnte eine neue, 1,7 Kilometer lange Erdgas-Hochdruckleitung in Mühlenbeck (Oberhavel) in Betrieb genommen werden. Der Fund von scharfer Weltkriegsmunition hatte die Bauarbeiten zeitweise unterbrochen.

Direkt neben der Autobahn A 10 hat die NBB eine neue Hochdruckleitung gebaut und in dieser Woche in Betrieb genommen. Durch sie werden mehrere Gemeinden im Landkreis Oberhavel weiterhin zuverlässig mit Erdgas versorgt. Die Investition auf einer Länge von 1,7 Kilometern war notwendig geworden, nachdem die alte, in den 1960er Jahren verlegte Leitung heutigen Ansprüchen an die Versorgungssicherheit nicht mehr gerecht wurde.

Die neue Leitung zwischen dem Ortskern von Mühlenbeck und der Autobahn ist direkt neben dem alten Strang verlegt worden, der im Erdreich verbleibt und verschlossen wird. Beim Entfernen der außer Betrieb genommenen Leitung hätten mehrere Bäume gefällt werden müssen. Die bauausführende Firma Märkische Rohrleitungs- und Anlagen GmbH & Co. KG (MRA) sorgte durch eine spezielle, patentierte Rohrsperrtechnik dafür, dass das Umschalten von der alten zur neuen Leitung ohne eine Versorgungsunterbrechung erfolgen konnte.

Unterbrochen werden mussten die Bauarbeiten jedoch, als in unmittelbarer Nähe der Erdgasleitung scharfe Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde. Dabei hat es sich um eine komplette Flakstellung gehandelt. Um die russischen Altlasten kümmerte sich Munitionsräumdienst.

 

 

Methan wird abgefackelt

Vor Inbetriebnahme der neuen Trasse ist das im Erdgas befindliche Methan aus der alten Leitung vor Eintritt in die Atmosphäre über eine Fackel verbrannt worden. Der Grund: Kohlenstoffdioxid verursacht einen bis zu 25 Mal niedrigeren Treibhauseffekt.

Arbeiten am Erdgasnetz

Zuverlässigkeit, die Sicherstellung der Versorgung mit Erdgas und eine hohe Versorgungsqualität stehen für die NBB an erster Stelle. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen der GASAG-Gruppe rund 100 Millionen Euro in den Bau, die Wartung und Instandhaltung des Netzes und der Anlagen investiert. Mit einer Rohrnetzlänge von über 14.000 Kilometern sind 2019 fast 350.000 Netzanschlüsse, größtenteils in Berlin und Brandenburg, versorgt worden.

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